Großhöflein

Großhöflein ist eine Marktgemeinde mit 2048 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nagyhöflány. Durch Großhöflein fließt der Eisbach. Nordwestlich fließt der Müllenbach, im Süden der Sulzbach.

Geografie: Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt im Süden des Leithagebirges. Großhöflein ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Großhöflein dann in der Provinz Pannonia. Auf dem Föllig (286 Meter) wurden Funde aus der Jungsteinzeit, Bronzezeit und der Zeit des Römischen Reichs gemacht. Marktgemeinde ist Großhöflein seit 1701. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Sopron). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nagyhöflány verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Wappen: Blasonierung: "In einem roten Felde einen steigenden goldenen Greif, der einen natürlichen Weinstock hält (Weintrauben gold, Blätter grün)."

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Antonikapelle: ObjektID: 25741, Antoniplatz, Ein kleiner barocker Bau mit Dachreiter, der laut Inschrifttafel 1730 gestiftet wurde.
Bildstock Maria Schnee: ObjektID: 66942, denkmalgeschützt seit 2016, bei Eisenstädter Straße 19.
Bildstock, sogen. Sebastianikreuz: ObjektID: 25760, Ein breiter kapellenartiger Nischenbau, der mit 1657 datiert ist. Auf dem Dach befindet sich die Steinfigur des hl. Sebastian, die 1906 erneuert wurde.
Bildstock, Weißes Kreuz: ObjektID: 25755, Das Weiße Kreuz steht nördlich der Gemeinde im Leithawald und ist am Pfeiler mit 1656 bezeichnet.
Ehem. Edelhof mit ehem. Badhaus: ObjektID: 25739, Hauptstraße 14, Ein zweigeschoßiger Bau mit weitem Hof, der die ehemalige Residenz von Nikolaus Esterházy war.
Figurenbildstock, Ecce Homo: ObjektID: 25752, Der Bildstock steht östlich der Gemeinde an der Straße nach Kleinhöflein. Der reliefierte Pfeiler mit Leidenswerkzeugen trägt heute eine moderne Figur.
Figurenbildstock, hl. Johannes Nepomuk: ObjektID: 25749, Kirchenplatz, Vor der Kirche, aus der Zeit um 1730.
Figurenbildstock, sogen. Türkenkreuz/Ecce Homo: ObjektID: 25756, Auf einem quadratischen Pfeiler eine Ecce-Homo-Figur. Datiert mit 1668.
Friedhofskapelle und Kriegerdenkmal: ObjektID: 25754, Ein klassizistischer Giebelbau aus dem Jahr 1833.
Florianikapelle: ObjektID: 25757, Florianigasse, Ein neugotischer Sakralbau aus dem Jahr 1888 mit einem barocken Altar.
Gnadenstuhl: ObjektID: 25759, bei Hauptstraße 2, Ein Tabernakelpfeiler mit einem Gnadenstuhl, bezeichnet 1631.
Jagdhaus und ein Lusthaus: Dem Verfall preisgegeben sind ein im 18. Jahrhundert errichtetes Jagdhaus und ein Lusthaus der Familie Esterházy.
Kath. Pfarrkirche, hl. Johannes der Täufer: ObjektID: 25736, Eine spätgotische Kirche, die 1669 um eine Sakristei erweitert wurde. Der vorgelagerte viergeschoßige Turm wurde 1675 errichtet.
Marienkrönungssäule (Pest/Dreifaltigkeitssäule): ObjektID: 25750, Hauptstraße, Ein Sockel mit Relief des hl. Franz Xaver, auf dessen Deckplatte die Steinfiguren der Pestheiligen und eine korinthische Säule mit der Marienkrönung.
Pestkapelle: ObjektID: 25753, Kirchengasse, Ein Breitpfeiler mit geschweiftem Giebel aus dem Jahr 1716. Das Ölbild ist laut Inschrift 1915 erneuert worden.
Pleiningerhaus bzw. Radegundiszeche mit Radegundiskapelle: ObjektID: 25737, Hauptstraße 3, Ein zweigeschoßiges Bürgerhaus mit sechs Achsen aus dem 18. Jahrhundert.
Pranger: ObjektID: 25758, Hauptstraße, Ein zweigeschoßiger, achtseitiger Pfeiler mit einer Pyramidenspitze.
Rathaus/Gemeindeamt: ObjektID: 25738, Hauptstraße 37, Laut Inschrifttafel 1675 erbaut. Ein dreigeschoßiger Hoftrakt und zur Straße hin eine eingeschoßige Front mit vier Fensterachsen.
Schloss Großhöflein: Das ehemalige Esterházysches Jagdschlösschen befindet sich auf dem Föllik-Berg in Großhöflein, und wurde gegen Ende des 18 Jh. erbaut. Es ist ein 5-achsiger Mitelbau mit abgeschrägten Ecken, flankiert von niedrigeren 3achsigen Seitenflügeln. Das Gebäude befindet sich im Verfall.
Wohnhaus, ehem. Wirtschaftstrakt des ehem. Fürstlich Esterházyschen Edelhofs: ObjektID: 130947, denkmalgeschützt seit 2017, Edelhof 6.
Wirtschaft: Großhöflein ist eine Weinbaugemeinde im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland. Durch die Lage am Südhang des Leithagebirges und durch die von Kalk dominierten Böden reifen hier Weine, die mit Regelmäßigkeit zu den besten Österreichs zählen. International bekannt wurde Großhöflein durch die Erfolge von Anton Kollwentz (* 1940). Die in der Nähe des Ortes vorhandene Schwefel-Quelle wird nicht genutzt.

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