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Siebenjochhof

Der Siebenjochhof, auch Elisabethhof, befindet sich südwestlich von Gattendorf (Siebenjochweg), nahe der Ostbahn. Der Gutshof ist verfallen.

Geschichte: Heute zeigen nur mehr Ruinen den Standort des Siebenjochhofes an. Benannt wurde der Hof nach der Gattin des Besitzers Carl Ritter von Offermann bzw. die Tochter von Graf Batthyany welche Elisabeth hießen. Bei den Bewohnern setzte sich jedoch der Name Siebenjochhof durch. Aus dem Jahr 1825 gibt es erstmalig eine Erwähnung, dass sich auf dem Gebiet der Grafen Esterhazy eine „Schafschupfe bey die Siebenjoch“ befand. Zu dieser Zeit wurde eine Schafswirtschaft betrieben.

Die Besitzungen wurden zwischen 1850 und 1860 vom Pächter Rosenthal bewirtschaftet. Zur selben Zeit kam Graf Casimir Esterhazy in finanzielle Schwierigkeiten und das Gut Siebenjoch ging durch ein Konkursverfahren 1856 an den Brünner Industriellen Carl Ritter von Offermann. Durch Hochzeit kam es in den Besitz des Freiherrn Laminet, bevor es in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts zum Grafen Batthyany und danach wieder durch Eheschließung zum Grafen Palffy.

1911 erwarb der Kronstädter Industrielle Eugen Czell den Siebenjochhof. 1938 wurde die Pachtung von den Nazis konfisziert, da der Wirtschafter ein Jude (Arthur Munk) war. 1939 wurde Rittmeister Fritz von Boden aus Bernbruch als Verwalter von den Nationalsozialisten eingesetzt. Mit dem Einmarsch der Russen floh Rittmeister und die Besatzungsmacht übernahm die Gutswirtschaft.

Ab 1948 setzte die Ansiedlungsgesellschaft den ehemaligen jüdischen Pächter Siegmund Steiner als öffentlichen Verwalter ein, welcher den Hof mit seinen Söhnen bewirtschaftete. Ab 1962 waren die MIAG, danach die Fam. Collorado und später Ing. Karl Brunner die Pächter des Hofes.

Fehlende Investitionen führten zum Verfall des Hofes und die zunehmende Motorisierung ermöglichte es, dass die Flächen des Meierhofes auch vom Gutshof in Gattendorf aus bewirtschaftet werden konnten. Dies führte dazu, dass der Hof aufgegeben wurde.

Einwohnerzahlen:

1880: 21 Personen
1890: 57 Personen
1903: 60 Personen
1910: 17 Personen
1923: 47 Personen
1934: 58 Personen
1951: 49 Personen
1961: 11 Personen
1971: 0 Personen

Die Sprache am Siebenjochhof war hauptsächlich Deutsch und Ungarisch Heute ist der Hof wieder in Besitz der Fam. Czell. Im Sommer werden im Innenhof Bienestöcke aufgestellt welche leckeren Akazienhonig produzieren.

Text: Vom Albrechtsfeld bis Ziegelhof, Autor: Dr. Herbert Brettl


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