Unterfrauenhaid

Unterfrauenhaid (ungarisch: Lók, kroatisch: Svetica) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland. Entwässert wird Unterfrauenhaid vom Selitzabach und vom Graben von Unterfrauenhaid. Durch das Industriegebiet von Unterfrauenhaid fließt der Gaberlingbaches.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland, am westlichen Ufer des Raidingbaches, zwischen Lackendorf und Raiding an den Ausläufern des Ödenburger Gebirges.

Unterfrauenhaid ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Unterfrauenhaid dann in der Provinz Pannonia.

Unterfrauenhaid ist seit 1578 Marktgemeinde.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lók verwendet werden. In der Dorfkirche wurde der Komponist Franz Liszt getauft. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1971 wurde Unterfrauenhaid mit Lackendorf und Raiding zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen, die später aber wieder aufgelöst wurde.

Das Marktgemeinderecht von Unterfrauenhaid wurde 1990 erneuert.

Wappen: Die Verleihung des Wappens erfolgte am 28. Juni 1992. Blasonierung: "In einem von Blau und Silber gespaltenen Schild, vorne ein silberner barocker Kirchenturm, hinten ein aufrechtes grünes Eichenblatt."

Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Bildstöcke: Nischenpfeiler am östlichen Ortsausgang, Schmerzensmann bei der Kirche (1628), Friedensäule in der Feldgasse (1620).
Figurenbildstock Ecce Homo: ObjektID: 85450, Raidinger Landstraße, eine Ecce homo-Steinfigur aus dem Jahr 1688 auf einer Weinlaubsäule am südlichen Ortsausgang.
Franz Liszt Gedenktafel: Die Inschrift lautet: "In dieser Kirche wurde Franz Liszt am 23. Oktober 1811 getauft. Die burgenländischen Jugend und ihre Lehrer. 1936."
Friedhofsmauer: ObjektID: 85445, Pfarrplatz 9, eine Wehrmauer rund um die Kirche und den Friedhof mit Schlüssellochscharten.
Friedhofskapelle: ObjektID: 89429, Pfarrplatz 9, ein einfacher rechteckiger Bau, rechts beim Friedhofseingang.
Kreuzkapelle: ObjektID: 85446, Hauptstraße 14, eine Nischenkapelle mit einem Kruzifix aus dem 18./19. Jahrhundert.
Kriegerdenkmal: Friedensmahnmal zur Erinnerung an die Opfer der beiden Weltkriege. Die Inschrift lautet: Wir müssen unseren Kindern den Frieden erklären, damit sie nie anderen den Krieg erklären.
Pax-Mundi-Denkmal: (Friede den Völkern der Welt) - von der Abschlussklasse der Landesfachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob.
Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt: ObjektID: 50247, Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Unterfrauenhaid steht am nördlichen Ortsende in der Marktgemeinde Unterfrauenhaid im Burgenland. Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt gehört zum Dekanat Deutschkreutz in der Diözese Eisenstadt. Die Pfarrkirche steht unter Denkmalschutz. Ein Wallfahrtsort wurde 1222 urkundlich genannt. Der Ort wurde 1529 durch die Türken zerstört und danach mit Kroaten neu besiedelt. Der gotische Kirchenbau wurde 1456 urkundlich genannt. Die Kirche wurde zwei Jahrhunderte später (1660) barock umgestaltet. Der Kirchenbau innerhalb einer bewehrten Friedhofsmauer mit einem Achsknick zwischen Langhaus und Chor steht wohl auf romanischen Fundamenten. Den Eingang bildet ein spitzbogiges Portal im mehrgeschossigen und von einer gebauchten Zwiebelhaube mit Laterne bekrönten Westturm. Die Außenwände des Langhauses und der Apsis werden durch abgetreppte Strebepfeiler gestützt. Das Südportal mit Sprenggiebel aus dem 17. Jahrhundert trägt in einer Nische eine Holzfigur der ‚Unbefleckten Empfängnis‘ (Immaculata) aus dem 18. Jahrhundert. Zu beiden Seiten wurden barocke Seitenkapellen angebaut. Am eingezogenen Chor mit 5/8-Schluss sind auch Strebepfeiler. Die gotischen Apsisfenster sind vermauert. An der Nordseite des Chores ist die Sakristei mit einem Oratorium. Die Turmvorhalle hat ein spätgotisches Sternrippengewölbe. Das vierjochige Kirchenschiff unter einem Tonnengewölbe hat kurze Stichkappen und eine Empore über einem Kreuzgratgewölbe, die Emporenbrüstung ruht auf zwei toskanischen Säulen. Am breiten rundbogigen Triumphbogen zum Chor sind Teile der gotischen Profilierung erhalten. Das Netzgewölbe des Chorbereichs ruht auf kapitelllosen Runddiensten. Es gibt Wandbilder in gemalten Rahmen nach dem Marienleben nach Albrecht Dürer vom Maler J. Höfler (1947).

Bildung: Kindergarten und Volksschule

Persönlichkeiten:
Dine Petrik (* 1942), österreichische Schriftstellerin

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