Oberpetersdorf

Oberpetersdorf ist ein Ortsteil von Kobersdorf im Bezirk Oberpullendorf. Der ungarische Ortsname ist Felsöpéterfalva (alt: Peturnémeti), der kroatische Gornji Petrstof. Die Einwohnerzahl beträgt laut Statistik Austria 612 Einwohner (1. Jänner 2017).

Oberpetersdorf wird von der auf einer Anhöhe errichteten katholischen Kirche weithin überragt. Die ruhige und waldreiche Umgebung des Ortes ist das ideale Gebiet für Erholungssuchende.

Geschichte (Abschnitt Geschichte: www.kobersdorf.at): Eine Schenkungsurkunde des ungarischen Adeligen Pousa aus dem Jahre 1222 bestätigt das Bestehen des Ortes Oberpetersdorf. Diese Urkunde beschreibt genau die Grenzen des Herrschaftsbereiches des ungarischen Königs Andreas II.; darin wird das jetzige Oberpetersdorf, erstmals "villa petri comitis", das Dorf des Grafen Peter, urkundlich genannt.

Um 1302 haben die Grafen von Mattersdorf Simon II. und Michael um 200 Wiener Denare Oberpetersdorf erworben. 1346 wurden die Besitzungen der Grafen von Mattersburg unter den Nachkommen Nikolaus dem Deutschen und Nikolaus dem Ungarn aufgeteilt, womit der Niedergang der Familie begann. Als das Gebiet der Herrschaft Kobersdorf an die Forchtensteiner Grafen kam, wurden Oberpetersdorf und das Gebiet des späteren Kalkgruben mit der Herrschaft Kobersdorf vereinigt. Im Jahr 1445 verpfändetet Graf Wilhelm von Forchtenstein die Burg Kobersdorf mit der Pertinenz Oberpetersdorf an Herzog Albrecht von Österreich, und dieser wiederum verkaufte sie 1451 an Kaiser Friedrich III. Damit begann für die Gemeinde die habsburgische Zeit, die 1626 endete. Die Herrschaft Kobersdorf gelangte 1452 infolge einer weiteren Verpfändung an die Familie Weißpriach, die durch Hinneigung zur Reformation auch in userer Gemeinde die Glaubensänderung einleitete. Weißpriach schloß sich mit anderen österreichischen Adeligen der Reformation an.

Ab 1564 war Johann Csóron de Devecser Baron von Kobersdorf. Um 1568 wurden von ihm Lindgraben, Tschurndorf und Neudorf gegründet. 1585 wurde Oberpetersdorf zwischen den Töchtern Csórons geteilt. In Folge zersplitterte der Besitz unter den Erben und das Geschlecht der Csóron starb aus. 1638 übernahm Johann Kery die Herrschaft. Sein Sohn Franz Kery und der Verwalter Andreas Miklossy haben 1683 ihre Untertanen durch Gewalt zu Übertritt zum katholischen Glauben gebracht. m Jahr 1704 wird die Herrschaft Kobersdorf durch Paul Esterházy erworben. Heute gehören den Esterházys noch große land- und forstwirtschaftliche Flächen, die durch die Stiftungen verwaltet und bewirtschaftet werden.

Bis zur Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Jahr 1769 erhielten die Kinder ihre Ausbildung in Pfarrschulen. Ab dieser Zeit besuchten alle Kinder der benachbarten Gemeinden, die evangelische bzw. katholische Schule in Kobersdorf. 1888 wurde von den Evangelischen in Oberpetersdorf ein Bauernhaus gekauft und zu einer Schule für ihre Kinder umgebaut.

In der Nachkriegszeit wurden von der Gemeinde und von Interessensgemeinschaften einige Projekte in Angriff genommen, wie z.B.: 1950 die Stromversorgung, 1952 wird der hölzene Glockenstuhl durch ein Massivbauwerk ersetzt, 1959 die Gemeinschaftskühlanlage und eine Viehwaage, 1957 die Milchsammelstelle, 1958 das erste Rüstauto und eine Motorspritze für die Ortsfeuerwehr, 1960-62 der Neubau der Volksschule, der Baubeginn der Kanalisation für die Ortsflächenentwässerung und die Errichtung des neuen Sportplatzes, 1964 der Beginn des Straßenbaues, 1967-69 der Bau des Gemeindehauses mit 3 Wohnungen. 1970-71 der Weiterbau der Ortsstraße, die Errichtung der Ortswasserleitung, der Ausbau der Abwasserkanalisationsanlagen und der schrittweise Ausbau der Gemeindestraßen. Fertigstellung des Straßenausbaues Ende des Jahres 2002. Übergabe eines neuen Rüstfahrzeuges für die freiwillige Feuerwehr Oberpetersdorf im Mai 2003. (Abschnitt Geschichte: www.kobersdorf.at)

Vereine: Das Vereinswesen und die Geselligkeit werden im Ort hochgeschätzt. So gibt es einen Fußballverein, eine Außenstelle des Bgld. Volksbildungswerkes, eine interkonfessionelle Burschenschaft, die Freiwillige Feuerwehr, einen Motorradfahrerklub, Sparvereine, den Bienenzucht- und Obstbauverein. Sie alle setzten einen Grundstein für die Erhaltung der Dorfgemeinschaft und der Brauchtumspflege.

Große Beliebtheit findet das alljährlich stattfindende Bikertreffen in Oberpetersdorf bei den Motorradfreunden aus dem In- und Ausland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Glockenstuhl: Im Jahr 1952 wird der hölzene Glockenstuhl durch ein Massivbauwerk ersetzt.
Kath. Filialkirche hl. Johannes der Täufer: ObjektID: 50038, 7332 Oberpetersdorf, Hauptstraße 72, die Kapelle östlich oberhalb des Ortes war ursprünglich eine romanische Wehrkirche. Der Rechteckbau mit kleinem Dachreiter wurde wiederholt umgestaltet und restauriert, zeigt aber an der Ostseite noch heute romanische Schlitzfenster. Der Aufbau des ehemaligen Hochaltars sowie die Figuren im Inneren stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal befindet sich neben dem Friedhof. Es ist eine quadratische Säule auf zweistufigen Podest, gekrönt mit einem Kreuz.

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