Breitenbrunn am Neusiedler See

Breitenbrunn am Neusiedler See ist eine Marktgemeinde mit 1938 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Fertoszéleskút.

Geografie: Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland. Breitenbrunn am Neusiedler See ist eine Marktgemeinde. Teile des Gemeindegebietes befinden sich im Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge.

Nachbargemeinden: Winden am See, Purbach am Neusiedler See und Kaisersteinbruch.

Herkunft des Ortsnamens: Seinen Namen hat der Ort von einer dort befindlichen Mineralwasserquelle. Der deutsche Name ist erstmals 1257 als Praittenbrunn belegt. Im Ungarischen erscheint er erstmals 1332 als Praytunbpron in vulgari hungarico Zyluskuth, woraus sich die heutige ungarische Form Fertoszéleskút (wörtlich "Breitenbrunn am Neusiedlersee") entwickelt hat.

Geschichte: Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Breitenbrunn dann in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Fertoszéleskút verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Marktgemeinde ist Breitenbrunn seit 1689.

Im Jahr 2010 wurde Breitenbrunn offiziell per Beschluss der Landesregierung auf Breitenbrunn am Neusiedler See umbenannt, um der Verbundenheit der Gemeinde mit dem Neusiedler See auch im Namen Ausdruck zu verleihen.

Wappen: Das seit 1951 verliehene Wappen wird vom sogenannten Türkenturm geprägt, dem Wahrzeichen der Marktgemeinde, der auf die Zeit der Türkenbelagerungen zurückgeht. Darüber hinaus ist er auch ein Symbol der Marktgerichtsbarkeit. Blasonierung: Auf rotem Grund ein Gold gefärbter Turm mit Sandboden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bauernhaus: ObjektID: 25700, Kirchengasse 34a.
Bauernhof (Anlage): ObjektID: 25695, Josef Haydngasse 19, 19a, eine Bauernhofanlage mit einer langen Hofgasse.
Bauernhof (Anlage): ObjektID: 25696, Josef Haydngasse 21, 21a, eine Bauernhofanlage mit einer langen Hofgasse und einem Erker auf Konsolen.
Bauernhof (Anlage): ObjektID: 25697, Josef Haydngasse 23, eine Bauernhofanlage mit einer langen Hofgasse.
Bildstock: ObjektID: 25711, Prangerstraße, ein Ecce Homo-Bildstock aus dem Jahr 1668.
Bildstock, Immaculata-Säule: ObjektID: 25712, bei Bruckergasse 3, auf einem quadratischen Sockel eine runde Säule mit einer Immaculata-Steinfigur; datiert mit 1878.
Bildstock, Immaculata-Säule: ObjektID: 25710, Hauptplatz, datiert mit 1731.
Bürgerhaus: ObjektID: 25693, Eisenstädterstraße 2, ein fünfachsiger Bau mit gewölbter Einfahrt und barockem Kreuzgratgewölbe.
Bürgerhaus: ObjektID: 25694, Eisenstädterstraße 8, ein zweigeschoßiger Bau mit fünf Achsen, gewölbter Einfahrt und im Hof mit Schwibbögen.
Bürgerhaus: ObjektID: 29833, Prangerstraße 3, linke Hälfte des zweigeschoßigen Baues aus dem 18. Jahrhundert.
Bürgerhaus: ObjektID: 29834, Prangerstraße 3a, rechte Hälfte des zweigeschoßigen Baues aus dem 18. Jahrhundert. In einer Wandnische die Figur des hl. Florian; datiert mit 1794.
Bürgerhaus: ObjektID: 25703, Prangerstraße 5, ein zweigeschoßiger, fünfachsiger Bau mit gewölbter Toreinfahrt aus dem 18. Jahrhundert.
Bürgerhaus: ObjektID: 25704, Prangerstraße 7, ein zweigeschoßiger, vierachsiger Bau mit einem Erker und Schwibbögen im Hoftrakt.
Bürgerhaus, ehem. Kunigundenzeche: ObjektID: 25698, Kirchengasse 28, die Fassade des Bürgerhauses weist einen Konsolerker auf, der mit 1589 bezeichnet ist.
Bürgerhaus, Haus Pannonia: ObjektID: 25701, Prangerstraße 1, ein zweigeschoßiger, siebenachsiger Bau; das Einfahrtstor ist mit 1789 bezeichnet.
Ehem. Gutshof: ObjektID: 25699, seit 2012 denkmalgeschützt, Kirchengasse 30.
Figurenbildstock, Antonisäule: ObjektID: 25706, bei Antonigasse 1, eine Säule mit Steinfigur des hl. Antoni aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.
Friedhof christlich mit Wehrmauer: ObjektID: 25690, Kirchengasse 39, ein Friedhof mit Wehrmauer und Bastionen, welches das Südbollwerk der ehemaligen Stadtbefestigung war. Das Portal ist mit 1647 datiert. Auf dem Friedhof befinden sich die klassizistische Grabsteine von Franz Pleyer († 1801), Jakob Ungeherlinger († 1825) und Heinrich Gabriel († 1833).
Friedhofskreuz: ObjektID: 25709, Kirchengasse 39, das Steinkreuz auf dem Friedhof steht auf einer Schale mit Widderköpfen. Der Sockel trägt eine Inschrift aus dem Jahr 1834.
Florianikapelle: ObjektID: 25682, bei Eisenstädterstraße 74, ein Breitpfeiler mit Rundbogennische und einer Steinstatue des hl. Florian.
Gasthaus Pannonia: welches im Der brave Soldat Schwejk vorkommt.
Historischer Kellerring
Katholische Pfarrkirche Breitenbrunn hl. Kunigunde: ObjektID: 25689, Kirchengasse 39, eine barocke Kirche, die 1675 erbaut und beim Türkeneinfall 1686 schwer beschädigt wurde. Nach dem Brand 1737 erhielt sie eine Neuausstattung. Der Kirchenturm, im Kern spätgotisch, wurde 1926/27 um ein Geschoß erhöht und ein Pyramidenhelm aufgesetzt. Der Hochaltar mit einem Altarbild aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammt aus dem Jahr 1802.
Kulturpfad: Wo Geschichte lebendig ist. Er führt von der Eisenstädterstraße zur Prangerstraße und weiter über den Hauptplatz in die Kirchengasse.
Kulturstadel
Kreuzkapelle: ObjektID: 25691, Kirchengasse 39, ein rechteckiger Bau mit Giebelfassade, der laut Inschrift 1725 erbaut wurde. Über dem Altar eine polychromierte Kreuzigungsgruppe.
Pest-/Dreifaltigkeitssäule: ObjektID: 25707, bei Kirchengasse 9, ein quadratischer Sockel mit den Steinfiguren hll. Rochus, Franz Xaver, Antonius und Sebastian und auf einer runden Säule ein Gnadenstuhl; datiert mit 1831.
UNESCO-Welterbe: Breitenbrunn ist eine der fünf Gemeinden im Naturpark Neusiedlersee - Leithagebirge und liegt daher im Gebiet des UNESCO-Welterbes Neusiedler See/Leithagebirge
Skulpturenmeile: zwischen Ort und See
Wehrturm: ObjektID: 25692, Prangerstraße, ein ehemaliger Wehrturm aus dem 17. Jahrhundert mit einem quadratischen Grundriss. Seit 1969 als (Heimat-)Museum in Verwendung.

Wirtschaft: Durch die direkte Anbindung an den Neusiedlersee ist Breitenbrunn ein sehr beliebter Urlaubsort. Auch der bekannte Wehrturm von Breitenbrunn ist ein Touristenmagnet. In Breitenbrunn befindet sich in Form einer Waffelfabrik eine von vier Produktionsstätten des Süßwarenherstellers Mars Austria.

Verkehr: Breitenbrunn liegt an der Burgenland Straße (B 50) und verfügt über eine Haltestelle der Pannoniabahn, über die die Gemeinde an das Bahnnetz der Ostbahn angeschlossen ist.

Persönlichkeiten:
Vinzenz Böröcz (1915–1994), Politiker und Buchdrucker
Gottfried Kumpf (* 1930), Maler, Graphiker und Bildhauer
Peter Noever (* 1941), Designer, Kurator und seit 1986 Direktor des Museums für angewandte Kunst (MAK) in Wien
Christian Treppo, Pianist der Musikgruppe Ja, Panik

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